Zusammenschluss VWT und VSDS
Zusammenschluss VWT und VSDS - Synergien in einem Verband nutzen
Aus Publisher 6-08
Sowohl der Verband Werbetechnik Schweiz (VWT) wie auch der Verband Sieb- und Digitaldrucktechnik Schweiz (VSDS) sind sich einig, dass der Zusammenschluss ein wichtiges Signal für die Zukunft bedeutet. Nachdem Fusionsbestrebungen im Jahr 2004 scheiterten, hat die Generalversammlung des VSDS vom vergangenen April den Vorstand aufgefordert,erneut Verhandlungen mit dem VWT aufzunehmen. Im Frühjahr 2009 schlossen sich die beiden Verbände zu einem gemeinsamen Verband mit mehr Schlagkraft zusammen.
Es spricht nichts dagegen, denn mit dem Schulterschluss können Synergien in einem Verband genutzt werden. Es lassen sich Doppelspurigkeiten vermeiden und personelle Ressourcen besser einsetzen. Die Mitglieder profitieren von einem breiteren Angebot und einem Verband, der die Interessen noch besser vertreten kann. «Der Zusammenschluss bedeutet mehr Präsenz am Markt und die Möglichkeit, in kürzerer Zeit mehr zu bewegen», sagt Florian Tanner, Präsident des VWT.
Bereits gute Zusammenarbeit
Der VSDS ist Vollmitglied bei der Federation of European Screen Printers Associations (FESPA) und verfügt damit über alle wichtigen internationalen Kontakte zu den europäischen Partnern. Mit einem gemeinsamen Messestand an der Fespa Digital 2008 in Genf zeigten die beiden Verbände bereits, dass die Zusammenarbeit funktioniert und gemeinsame Ziele effizient erreicht werden können. In Genf zeigten der VWT und der VSDS den interessierten Messebesuchern ihr Engagement und ihre Ziele auf. Dabei machten sie auch ihre Strukturen transparent und stiessen damit auf ein durchwegs positives Feedback.
Mit kleinen Schritten einen grossen Schritt vorwärts
Bis der Zusammenschluss Realität wird, wird noch etwas Zeit verstreichen. Nachdem die Verhandlungen im Jahr 2004 scheiterten, herrscht bei den jüngsten Bestrebungen zum Zusammenschluss Einigkeit auf beiden Seiten. «Aus der Fusion des VWT und des VSDS kann eigentlich nur ein Gewinn hervorgehen», meint Ruedi Meier vom VSDS. Bei den laufenden Verhandlungen wird der Zusammenschluss in einer sechsköpfigen Arbeitsgruppe vorangetrieben. Die beiden Verbandsbereiche sollen erhalten bleiben und in den neuen Verband überführt werden. Ausserdem soll auch der gemeinsame Auftritt geplant sein. Ziel der Verhandlungen ist es, bis zur Generalversammlung Anfang Mai ein Konzept in der Hand zu haben, damit der Zusammenschluss rasch umgesetzt werden kann.
Visionen verwirklichen
Durch den Zusammenschluss des VWT und des VSDS ist der drittgrösste Verband der grafischen Industrie hervorgegangen. Einem Verband mit 250 bis 300 Mitgliedern stehen mehr Ressourcen zur Verfügung, und Projekte lassen sich einfacher realisieren. Neben der Zusammenführung des Sekretariats profitieren beide Verbände in mehrfacher Hinsicht. Der gemeinsame Verband verhilft zu mehr Gewicht bei Verhandlungen mit den Behörden, ermöglicht die Ausweitung der Mitgliederangebote und stellt auch mehr personelle Ressourcen zur Verfügung, um auf allen Ebenen effizienter voranzukommen. Der Zusammenschluss sorgt damit für eine wesentliche Professionalisierung der Verbandsarbeit.
Chance für die Zukunft
Beide Verbände sind gute Verhandlungspartner, die mit dem Zusammenschluss die Weichen für die Zukunft stellen wollen. Die Berufsfelder des VWT und des VSDS sind sich ähnlich. Den Kunden interessiert nicht primär die Technologie, mit der produziert wird, sondern das Produkt. «Wir wollen unsere Branche vorwärts bringen, wozu eine dynamische Entwicklung entscheidend ist. Gemeinsam haben wir die Schlagkraft, um den Mitgliedern in Zukunft als starker Vertreter zur Verfügung zu stehen», ist Florian Tanner überzeugt. Dass von einem gemeinsamen Verband alle Mitglieder gleichermassen profitieren werden, ist für Ruedi Meier entscheidend: «Der Zusammenschluss bringt sowohl dem Siebdrucker wie auch dem Werbetechniker einen Mehrwert und ermöglicht es, künftige Marktentwicklungen besser und schneller zu berücksichtigen.»



